"Dieses grenzenlose Gebiet der Schufterei, des boulot, des job, mit einem Wort, der täglichen Arbeit, ist weniger erforscht als die Antarktis, und infolge einer traurigen und zugleich mysteriösen Erscheinung reden ausgerechnet diejenigen am meisten und lautesten davon, die es am wenigsten durchmessen haben." (Primo Levi)

"Socialisme ou Barbarie" über die Arbeit im modernen Produktionsprozess

Die von Cornelius Castoriadis mitbegründete und maßgeblich inspirierte französische Gruppe „Socialisme ou Barbarie“ (1949-1967) entwickelte eine unabhängige antistalinistische und kapitalismuskritische Position.

Eine ihrer zentralen Thesen lautete: der Hauptnerv und die Hauptkonfliktlinie kapitalistischer Gesellschaften verläuft heute entlang der Trennung zwischen Leitenden und Ausführenden. Diese These entwickelte Castoriadis vor allem als Konsequenz aus den Arbeitsanalysen, die „Socialisme ou Barbarie“ in den 1950er Jahren durchführte.

Zur Gruppe und zu diesem Projekt einer "Arbeitsforschung in revolutionärer Absicht" finden sich hier weiterführende Informationen.

 

"Arbeit und Autonomie"

Unter diesem Titel hat Harald Wolf eine Studie veröffentlicht, in der er sich in einer an Castoriadis geschulten Perspektive mit den Widersprüchen kapitalistischer Arbeitsorganisation und mit traditionellen industriesoziologischen Versuchen, sich einen Reim auf diese zu machen, auseinandersetzt.

"Arbeit und Autonomie" steht hier zum Download zur Verfügung.